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Die Ernährung von Hunden und Katzen ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen sowohl bei den Haltern dieser Tiere als auch in der veterinärmedizinischen Fachwelt. Man trifft sowohl auf überzeugte Befürworter von Trockenfutter als auch auf Enthusiasten der natürlichen Fütterung. Bei der Wahl eines Fütterungsmodells für unser Tier müssen wir bedenken, dass nicht jede Fütterungsart für jedes Tier geeignet ist. Es sind sowohl der Gesundheitszustand des Tieres als auch unsere zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten zu berücksichtigen.
Trockennahrung für Hund und Katze. Wie wählt man sie aus?
Trockennahrung ist sehr beliebt, vor allem weil sie leicht verfügbar, relativ preiswert und für den Halter wenig aufwendig ist. Diese Futterart zeichnet sich außerdem durch fehlendes Wasser und einen vergleichsweise hohen Kohlenhydratanteil aus. Beide Eigenschaften führen dazu, dass Trockennahrung bei Hunden eher geeignet ist als bei Katzen, die von Natur aus kaum trinken. Die geringe Feuchtigkeit dieser Futtersorte ist ein Kontraindikator bei Tieren mit Nierenproblemen.
Nassfutter in der Ernährung von Hunden und Katzen. Wodurch zeichnet es sich aus?
Aufgrund der Feuchtigkeit wird diese Futterart deutlich häufiger empfohlen. Im Gegensatz zu Trockennahrung gibt es bei Nassfutter als solchem keine pauschalen Gegenanzeigen für die Fütterung sowohl von Katzen als auch von Hunden. Gesundheitsprobleme, mit denen unsere Tiere zu kämpfen haben, schließen diese Fütterungsart nicht aus; dennoch sollte man bedenken, dass nicht jedes Nassfutter für jedes Tier geeignet ist. Bei beispielsweise Nierenerkrankungen müssen wir bei der Auswahl auf den Phosphorgehalt achten, bei Leberproblemen hingegen auf den Fettgehalt. Jedes Mal müssen wir die Zusammensetzung der Dose oder des Beutels an den Gesundheitszustand des Hundes oder der Katze anpassen.
Gemischte Fütterung von Hunden und Katzen. Lohnt sich das?
Dieser Begriff ist in der Diätetik nicht einmal allgemein definiert. Wenn wir von dieser Fütterungsart sprechen, meinen wir meist die gleichzeitige Gabe verschiedener Nahrungsarten – mal Trockenfutter, mal Nassfutter, manchmal rohes Fleisch und gelegentlich auch Essensreste vom Tisch. Es lässt sich nicht eindeutig sagen, ob eine solche Fütterung korrekt ist. Es gilt stets zu prüfen, was genau unter diesem Begriff verstanden wird. Wenn man unter gemischter Fütterung versteht, dass Nassfutter die Basis bildet und die Ernährung zwei- bis dreimal pro Woche durch eine rohe Mahlzeit ergänzt wird, kann man diese Fütterung als gesund betrachten. Wenn hingegen unter gemischter Fütterung unterschiedslos und ohne System verschiedene Nahrungsarten verstanden werden, ist dies nicht zu befürworten. Solches Vermischen führt häufig zu einer unausgewogenen Gesamtbilanz der Ernährung, was beispielsweise zu verschiedenen Mangelzuständen und zu Problemen des Verdauungssystems führen kann.
Gekochte Diäten – Mythen und Fakten.
Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist eine Diät, die auf dem Prinzip 1/3 Fleisch, 1/3 Gemüse und 1/3 Füllstoff (Reis, Nudeln, Grütze) basiert, weder optimal noch gesund. Eine solche Diät ist unausgewogen und mangelhaft. Eine richtige gekochte Diät sollte supplementiert werden; der Halter muss Proteine und Fette berechnen. Eine gute Wahl wäre das sogenannte BACF – also vereinfacht eine BARF-Diät in gekochter Version. Leider erfordert diese Diät mehr Engagement seitens des Halters und Wissen im Bereich Ernährung.
BARF für Hund und Katze. Vor- und Nachteile.
BARF, also biologisch artgerechte Rohfütterung, ist eine Diät, die darauf abzielt, die Tiere so naturgetreu wie möglich zu füttern. Fleischfressern wie Hunden und Katzen gibt man daher Fleisch, Innereien, Knochen (diese können durch ein Calciumpräparat ersetzt werden) sowie optional Gemüse und Obst. BARF beinhaltet kein Kochen und kann daher nicht jedem Tier gegeben werden. Kontraindikationen für diese Diät sind unter anderem Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. In solchen Fällen ist BACF die bessere Wahl. Ein unbestreitbarer Vorteil dieser Diät ist, dass man sie maximal an den Gesundheitszustand des eigenen Tieres anpassen kann. Man hat zudem den größten Einfluss darauf, was letztlich in den Näpfen landet. Zwar ist BARF im Vergleich zu Nassfutter oft günstiger, gegenüber Trockennahrung kann der Preis jedoch zuungunsten von BARF ausfallen. Dennoch sind die Vorteile dieser Diät so groß, dass sie mögliche Unannehmlichkeiten aufwiegen. Man muss jedoch beachten, dass zur Fütterung auf diese Weise viel Zeit in die eigene Weiterbildung investiert werden muss. Grundkenntnisse der Ernährung von Hunden und Katzen sind in diesem Fall unerlässlich, um eine korrekt ausgewogene Diät zusammenzustellen.
Whole prey – ist das eine geeignete Diät für Hund und Katze?
Whole prey ist eine Diät, bei der Hund oder Katze mit ganzen Beutetieren gefüttert werden, z. B. Mäusen, Ratten, ein Tage alten Küken usw. Dies ist zweifellos eine der kontroversesten Fütterungsformen, zugleich aber eine der natürlichsten. Zusätzlich ist es auch die teuerste verfügbare Fütterungsoption. Wenn man sich für diese Diät entscheidet, muss man unbedingt eine Quelle für guten Futternachschub finden. Whole prey bedeutet keinesfalls die Gabe lebender Tiere. Die Tiere werden bei Zuchtbetrieben geschlachtet und gefroren verkauft.
Franken prey – worum handelt es sich?
Bei dieser Diät wird aus den verfügbaren Produkten eine einzelne Beuteeinheit erstellt. Anders ausgedrückt: Die Mahlzeit, die wir zubereiten, soll der entsprechen, die das Tier in der Natur fressen würde. Man gibt also z. B. Muskelfleisch vom Rind, Herz vom Truthahn, Lunge vom Huhn usw., natürlich alles in geeigneten Verhältnissen. Theoretisch ist diese Diät recht intuitiv, aber aufgrund der Verfügbarkeit mancher Innereien ist sie in der Praxis sehr schwer korrekt durchzuführen.
Unabhängig von der gewählten Ernährungsform müssen wir stets auf die Qualität der Produkte achten, die wir unseren Tieren geben. Bei Fertigfuttermitteln sollten wir die Zusammensetzungen lesen, bei natürlicher Fütterung darauf achten, ob das von uns gewählte Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, und bei Whole-Prey-Produkten die Futterzucht überprüfen. Ernährung ist ein sehr wichtiger Aspekt im Leben unserer Tiere und eine fehlerhafte Auswahl kann zu schwerwiegenden Folgen führen. Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Fertigfuttern; einige davon haben hervorragende Zusammensetzungen. Wenn wir nicht über das nötige Wissen oder die Zeit zur Zubereitung von Futter zu Hause verfügen, sind solche Futtermittel eine sicherere Wahl.
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BEMO GESUNDHEITSAKADEMIE Ewa Salwerowicz-Skoczylas Barf-Nachhilfe |
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