Einleitung: warum sorgt getreidefreies Super‑Premium‑Futter für so viele Emotionen?

Getreidefreies Super‑Premium‑Futter klingt wie die perfekte Lösung: „natürlich“, „gesünder“, „näher an der Nahrung des Wolfes“. Werbungen versprechen glänzendes Fell, einen gesunden Darm und keine Allergien. In der Praxis fühlen sich viele Hundehalter eher… leicht ratlos. Eine Verpackung schreit „grain‑free“, eine andere „super premium“, wieder eine andere „hypoallergenic“ – und die Zusammensetzung ist trotzdem schwer zu entschlüsseln.

Die gute Nachricht ist: Man muss kein Tierernährungsberater sein, um klug zu wählen. Es reicht, ein paar Regeln zu kennen, wie man Fütterungskennzeichnungen liest und welche Marketingfallen Hersteller am häufigsten anwenden. In diesem Artikel findest du:

- eine einfache Erklärung, was „getreidefrei“ und „super premium“ wirklich bedeuten,

- eine Erläuterung, wann getreidefreies Hundefutter sinnvoll ist und wann es nur ein Trend ist,

- 7 konkrete Fallen auf Futtermittelkennzeichnungen, die in Werbungen nicht sichtbar sind,

- praktische Hinweise, wie du Schritt für Schritt die Zusammensetzung eines Futters bewertest.

Außerdem siehst du, woran man transparentere Hersteller erkennt – wie Bemo Pets, die auf natürliche Rohstoffe und klare Zusammensetzungsangaben setzen.


Was bedeutet es eigentlich, dass ein Futter „getreidefrei“ und „super premium“ ist?

„Getreidefrei“ – ein Marketingbegriff, keine rechtliche Definition

In den EU‑Vorschriften und in den AAFCO‑Richtlinien gibt es keine strenge, rechtliche Definition für „grain‑free“. Es ist in erster Linie eine Marketingbezeichnung. In der Praxis gilt:

- ein getreidefreies Futter enthält keine Getreidearten wie Weizen, Mais, Reis, Gerste, Hafer oder Sorghum,

- statt Getreide werden andere Kohlenhydratquellen eingesetzt: Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Bohnen) sowie Knollen und Wurzelgemüse (Kartoffeln, Süßkartoffeln, Tapioka).

Wichtig: Getreidefreies Hundefutter bedeutet nicht kohlenhydratfreie Ernährung. Stärke ist weiterhin enthalten, jedoch aus anderen Pflanzen.

Branchenorganisationen wie FEDIAF (europäischer Verband der Futtermittelhersteller) betonen, dass entscheidend ist, ob das Futter vollständig und ausgewogen ist, nicht ob es Getreide enthält. Getreide an sich ist nicht „schlecht“ – es liefert Energie, Ballaststoffe, einen Teil des Proteins sowie Vitamine und Mineralstoffe. Bei gesunden Hunden gibt es keine Belege dafür, dass Getreide per se schadet.

„Super premium“ – Qualität, aber auch ein Marketinggriff

Die Bezeichnung „Super‑Premium‑Futter“ ist ebenfalls nicht gesetzlich definiert. Das bedeutet:

- jeder Hersteller kann diesen Begriff verwenden, auch wenn die Zusammensetzung mittelmäßig ist,

- über die Qualität entscheidet nicht die Aufschrift auf der Vorderseite der Verpackung, sondern die Zusammensetzung, die Analyse der Inhaltsstoffe und die Produktionsstandards des Herstellers.

Wie erkennt man in der Praxis echtes Super‑Premium‑Futter?

Meistens:

- basiert es auf hochwertigen tierischen Proteinquellen (Fleisch, Fisch, nicht minderwertige Schlachtnebenprodukte),

- enthält es klar benannte, konkrete Rohstoffe (z. B. „Hühnerfleisch 30%“ statt vager „tierische Erzeugnisse“),

- wird es nach FEDIAF/AAFCO‑Richtlinien formuliert – mit angemessener Supplementierung von Vitaminen, Mineralstoffen und Fettsäuren,

- hat es ein transparentes Etikett, ohne die Zusammensetzung hinter Allgemeinplätzen zu verbergen.

Bemo Pets positioniert seine Produkte genau als natürliche Futtermittel und Ergänzungen der Super‑Premium‑Klasse – mit klarer Angabe der verwendeten Rohstoffe (z. B. Fische aus polnischen Seen) und einer Zusammensetzung, die an die realen Bedürfnisse von Hunden angepasst ist: Welpen, aktiven Hunden, sensiblen oder allergischen Hunden.


Ist getreidefreies Hundefutter immer besser?

Die trendige Aussage lautet: „Getreide ist nur Füllstoff – getreidefrei = gesünder“. Seriöse Stellungnahmen von Organisationen wie FEDIAF, WSAVA oder Veterinärfakultäten sagen etwas anderes.

Wann macht getreidefreies Futter Sinn?

Getreidefreies Super‑Premium‑Futter kann eine gute Wahl sein, zum Beispiel wenn:

- der Hund eine bestätigte Allergie oder Unverträglichkeit gegen ein bestimmtes Getreide (z. B. Weizen) hat,

- der Tierarzt eine Eliminationsdiät empfiehlt und häufiger vorkommende Bestandteile ausschließen möchte (manchmal kombiniert mit monoprotein‑ oder hypoallergenem Futter),

- der Hund einen besonders empfindlichen Verdauungstrakt hat und bestimmte Stärkequellen besser verträgt (z. B. Kartoffeln statt Weizen).

Wichtig bleibt jedoch: Die Vollständigkeit und das Gleichgewicht der Ernährung sind ausschlaggebend, nicht allein das Fehlen von Getreide. Getreidefreies Futter für einen allergischen Hund muss sorgfältig geplant sein mit angemessenen Anteilen an Eiweiß, Fetten, Ballaststoffen und Mikronährstoffen.

Wann ist „grain‑free“ nur ein Trend?

- Bei gesunden Hunden ohne nachgewiesene Allergien gibt es keine Belege dafür, dass getreidehaltiges Futter schädlich ist.

- Haut‑ oder Magen‑Darm‑Probleme resultieren oft aus einer Reaktion auf eine bestimmte tierische Proteinquelle (z. B. Huhn) und nicht auf Weizen oder Reis.

- Viele Hersteller nutzen den „grain‑free“‑Trend, um Futter zu verkaufen, das reich an günstiger Stärke aus Hülsenfrüchten ist, bei moderatem Fleischanteil.

Deshalb ist es besser, statt zu fragen „Ist das Futter getreidefrei?“, zu fragen:
„Hat dieses Futter eine gute, transparente Zusammensetzung und passt es zu meinem Hund?“


Wie liest man Futtermittelkennzeichnungen, bevor man „getreidefrei super premium“ kauft?

Auf dem Etikett jeder Futterration finden Sie zwei wichtige Abschnitte:

1. Zusammensetzung (Rohstoffe) – Liste der verwendeten Zutaten in der Reihenfolge von der größten zur kleinsten Menge.

2. Analyse der Zusammensetzung (chemische Analyse) – prozentuale Werte für Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche, Feuchtigkeit usw.

In der Praxis sollte man besonders achten auf:

- die ersten 3–5 Zutaten – sie bilden die Grundlage des Futters,

- die Art des Proteins: handelt es sich um konkretes Fleisch/Fisch oder um allgemeine Angaben,

- die Kohlenhydratquellen: Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln; wie viel davon insgesamt ist,

- Fett: welche Quelle (z. B. Lachsöl, Geflügelfett),

- Zusätze: Vitamine, Mineralien, Präbiotika, gegebenenfalls Kräuter.

Transparente Hersteller – wie Bemo Karmy – beschreiben die Zusammensetzung konkret (z. B. „Lamm 20%, Rind 15%, Naturreis 10%“ oder „Forelle 30% aus polnischen Seen“), wodurch sich der tatsächliche Wert des Futters leichter beurteilen und z. B. ein hypoallergenes Fischfutter für einen Hund mit empfindlichem Verdauungssystem auswählen lässt.


7 Fallstricke auf Etiketten von getreidefreien Futtern, die in der Werbung nicht gezeigt werden

1. „Getreidefrei“ = „kohlenhydratfrei“

Worin besteht die Falle?
Auf der Verpackung steht „grain‑free“ und die Werbung suggeriert eine nahezu „fleischbasierte, kohlenhydratfreie Diät“. Im Zutatenverzeichnis finden sich jedoch Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Kartoffeln, Süßkartoffeln – häufig mehrfach aufgeführt.

Warum ist das ein Problem?

- Hülsenfrüchte und Knollen sind ebenfalls stärkehaltig und oft nicht weniger stärkehaltig als ein futter mit Getreide.

- Eine große Menge eines einzelnen Stärke-Typs kann Verdauung, Kotkonsistenz und langfristig das Mineral- und Faserverhältnis beeinflussen.

Worauf statt Marketing zu achten ist?

- Prüfen Sie, wie viele und welche stärkehaltigen Pflanzen unter den ersten 5–7 Zutaten aufgeführt sind.

- Wenn unter den ersten Zutaten mehrere Erbsen‑, Kartoffel‑ oder Süßkartoffelarten stehen und Fleisch relativ wenig vorkommt – handelt es sich nicht um ein hochfleischiges Futter, auch wenn es getreidefrei ist.


2. „Hoher Proteingehalt“ dank Hülsenfrüchten, nicht Fleisch

Worin besteht die Falle?
Auf dem Etikett steht „Rohprotein 30%“ und man denkt: „toll, viel Fleisch“. Im Zutatenverzeichnis tauchen jedoch Erbsenproteinkonzentrate, Luzerne und andere pflanzliche Proteinträger auf.

Warum ist das ein Problem?

- Pflanzliches Protein hat ein anderes Aminosäureprofil als tierisches Protein.

- Ein übermäßig hoher Anteil pflanzlicher Proteine kann das Verhältnis wichtiger Aminosäuren stören und erfordert präzisere Ergänzung.

Worauf statt Marketing zu achten ist?

- Sind die Hauptproteinquellen konkrete tierische Rohstoffe (Fleisch, Fisch, Eier) oder dominieren Hülsenfrüchte?

- Bei hochwertigen Super‑Premium‑Futtern stehen Fleisch/Fisch am Anfang der Zutatenliste und pflanzliche Zusätze dominieren nicht das Protein.


3. „Frisches Fleisch 50%“ – aber nach Wasserverlust…

Worin besteht die Falle?
Großer Aufdruck „50% frisches Fleisch!“. Das klingt eindrucksvoll, frisches Fleisch enthält jedoch viel Wasser. Nach dem Trocknen sinkt der prozentuale Anteil in der getrockneten Rezeptur deutlich.

Warum ist das ein Problem?

- Wenn neben frischem Fleisch auch andere Proteinquellen (z. B. Fleischmehle, Hülsenfrüchte) aufgeführt sind, ist schwer nachzuvollziehen, wie viel tatsächlich trockenes Fleisch in einer Portion enthalten ist.

- Es entsteht der Eindruck eines „fast vollständig aus Fleisch bestehenden“ Futters, obwohl dem nicht so ist.

Worauf statt Marketing zu achten ist?

- Achten Sie auf eine klare Beschreibung: frisches Fleisch + getrocknete tierische Zutaten mit Angabe ihres Anteils.

- Bedenken Sie, dass bei Trockenfuttern vor allem der Anteil an tierischen Zutaten in getrockneter Form zählt, nicht allein der Prozentwert des frischen Fleisches.


4. Allgemeinbegriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“

Worin besteht die Falle?
Das Etikett verspricht „natürliches Hundefutter“, „super‑premium Futter“, aber in der Zusammensetzung steht: „tierische Nebenerzeugnisse“, „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, ohne Art und Teil zu spezifizieren.

Warum ist das ein Problem?

- Sie wissen nicht, von welcher Tierart das Protein stammt (Huhn, Truthahn, Rind?).

- Es ist schwieriger, potenzielle Allergene zu identifizieren, besonders wenn Sie ein getreidefreies Futter für einen allergischen oder sensiblen Hund suchen.

Worauf statt Marketing zu achten ist?

- Bevorzugen Sie Futtermittel, in denen konkret angegeben ist: „Hühnerfleisch“, „Lamm“, „Forelle“, idealerweise mit Prozentangaben.

- Transparente Hersteller wie Bemo Karmy geben Tierarten und Herkunft der Rohstoffe klar an (z. B. Fische aus polnischen Seen).


5. „Hypoallergen“ ohne klare auf die Zusammensetzung bezogene Begründung

Worin besteht die Falle?
Das Futter wird als „hypoallergenic“, „für empfindliche Hunde“ beschrieben, aber:

- es enthält mehrere unterschiedliche tierische Proteinquellen,

- es wird nicht erklärt, worin die „Hypoallergenität“ besteht.

Warum ist das ein Problem?

- Echte hypoallergene Hundenahrung basiert meist auf einem einzigen, neuen Eiweiß (z. B. Lamm, Fisch) und hat oft eine vereinfachte Zusammensetzung, um Reaktionen leichter zu erkennen – ein guter Ausgangspunkt können z. B. Bemo Monoprotein‑Nassfutter sein.

- Allein das Fehlen von Getreide macht ein Futter nicht hypoallergen, wenn es typische Allergene (Huhn, Rind, Milchprodukte) enthält.

Worauf achten statt auf Marketing?

- Prüfen Sie, wie viele verschiedene tierische Eiweißquellen im Futter enthalten sind.

- Bei einer Eliminationsdiät und bei Allergien suchen Sie nach Futtermitteln: mit einer einzigen Proteinquelle, mit kurzer Zusammensetzung, gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

- Achten Sie auf Linien, die für sensible oder allergische Hunde gedacht sind – wie die spezialisierten Bemo‑Futtermittel für empfindliche Hunde, die für Hunde mit einem empfindlichen Verdauungssystem entwickelt wurden.


6. Aufspaltung einer Zutat in mehrere Positionen („Splitting”)

Worin besteht die Falle?
Der Hersteller teilt einen Rohstoff in mehrere „kleinere” Positionen, z. B.:

- Erbse, Erbsenstärke, Erbsenfaser,

- Kartoffeln, Kartoffelflocken, Kartoffelstärke.

Dadurch kann Fleisch höher in der Liste erscheinen, obwohl der Gesamtanteil von Erbsen/Kartoffeln größer ist.

Warum ist das ein Problem?

- Die Zutatenliste soll einen Eindruck davon geben, wovon am meisten vorhanden ist.

- Splitting erschwert die realistische Einschätzung, was die Basis des Futters ist: Fleisch oder Kohlenhydrate.

Worauf achten statt auf Marketing?

- Addieren Sie immer im Kopf ähnliche Zutaten: alle Erbsenformen zusammen, alle Kartoffelprodukte zusammen.

- Wenn nach dieser Addition Pflanzenstärke über dem Fleischanteil liegt, ist es tatsächlich kein „super‑premium Fleischfutter“, unabhängig von der Beschreibung.


7. Schöne Grafiken, fehlende Details in der Analyse

Worin besteht die Falle?
Die Verpackung wirkt „premium“: frische Filets auf dem Foto, Kräuter, Waldbeeren. Dabei:

- ist die Analyse der Zusammensetzung sehr grundlegend (nur Protein, Fett, Faser, Asche),

- fehlen Angaben zu Omega‑3‑Fettsäuren, es gibt keine klare Deklaration von Vitaminen und Mineralstoffen.

Warum ist das ein Problem?

- Ein hochwertiges Super‑Premium‑Futter sollte eine präzise Supplementierung haben, die mit FEDIAF/AAFCO übereinstimmt.

- Zu allgemeine Analysen erschweren die Bewertung, ob die Diät gut ausbalanciert ist, besonders für Welpen, aktive Hunde oder trächtige Hündinnen.

Worauf achten statt auf Marketing?

- Prüfen Sie, ob der Hersteller angibt:

- den Gehalt an EPA/DHA (Omega‑3‑Fettsäuren) – wichtig bei Futtermitteln mit Fisch,

- detaillierte Werte für wichtige Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Magnesium usw.),

- die Übereinstimmung mit den Richtlinien der FEDIAF.

- Achten Sie darauf, ob der Hersteller verschiedene Formeln anbietet, die auf Bedürfnisse abgestimmt sind: z. B. für Welpen (wie Bemo Puppy & Junior mit Rind und Lamm), adulte Hunde, sehr aktive Hunde, empfindliche Hunde.


Praktische Kurzanleitung: Wie wählt man ein gutes getreidefreies Super‑Premium‑Futter?

Zusammenfassung in wenigen Schritten:

1. Bestimmen Sie den Bedarf Ihres Hundes
Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau, Gesundheitszustand (Allergien, empfindlicher Magen, Trächtigkeit/Stillen).

2. Überlegen Sie, ob Getreidefreiheit notwendig ist

- Allergie gegen ein bestimmtes Getreide? Tierärztliche Empfehlung? Dann ja.

- Gesunder Hund ohne Probleme? Konzentrieren Sie sich auf die Qualität, nicht auf den Trend.

3. Lesen Sie die ersten 5 Zutaten

- Suchen Sie nach konkreten, benannten Fleisch‑/Fischarten am Anfang der Liste.

- Bewerten Sie, wie viele und welche Stärkequellen im Futter enthalten sind.

4. Prüfen Sie Protein und Fett

- Protein: Woher stammt es (Fleisch vs. pflanzlich)?

- Fett: Gibt es gute Quellen (z. B. Geflügelfett, Fischöl)?

5. Achten Sie auf Transparenz des Herstellers

- Klare Beschreibungen der Rohstoffe,

- Angaben zur Übereinstimmung mit FEDIAF/AAFCO,

- separate Produkte für verschiedene Hundegruppen (Welpe/Welpen, aktive Hunde, empfindliche Hunde, ältere Hunde).

Marken mit diesem Ansatz – wie Bemo Karmy, die natürliche, überwiegend heimische Rohstoffe verwenden (z. B. Fische aus polnischen Seen) und komplette Ernährungssysteme für verschiedene Hunde entwickeln – erleichtern die Entscheidung, ohne rätseln zu müssen, „was der Hersteller auf dem Etikett meinte“.


FAQ: Häufig gestellte Fragen zu getreidefreien und Super‑Premium‑Futtern

1. Ist getreidefreies Hundefutter immer besser als getreidehaltiges?
Nein. Getreidefreiheit macht ein Futter nicht automatisch gesünder. Für die meisten gesunden Hunde ist ein gut ausbalanciertes getreidehaltiges Futter genauso geeignet wie ein gut ausbalanciertes getreidefreies. Entscheidend sind die Qualität der Rohstoffe, der Fleischanteil und die Anpassung an die Bedürfnisse des Hundes.

2. Wird getreidefreies Futter die Allergieprobleme meines Hundes lösen?
Nicht unbedingt. Die häufigsten Allergene sind tierische Proteine (z. B. Huhn, Rind) und nicht Getreide. Bei Verdacht auf eine Allergie sollten Sie am besten einen Tierarzt konsultieren und eine Eliminationsdiät einführen (oft mit nur einer Proteinquelle, manchmal auch getreidefrei), statt alleinständig auf „grain‑free“ umzusteigen.

3. Kann ein Welpe getreidefreies Futter essen?
Ja, sofern es sich um ein vollständiges, ausgewogenes Futter für Welpen handelt, das nach den Richtlinien von FEDIAF/AAFCO entwickelt wurde. Ein Beispiel sind spezialisierte Futtersorten wie Bemo Puppy & Junior für Welpen. Allein das Fehlen von Getreide ersetzt nicht die richtigen Verhältnisse von Kalzium, Phosphor, Eiweiß und Fett, die in der Wachstumsphase entscheidend sind.

4. Welche Nahrung wählt man für einen Hund mit empfindlichem Magen – mit Getreide oder getreidefrei?
Das hängt davon ab, worauf der Hund genau reagiert. Manchmal ist eine schonende Proteinquelle (z. B. Lamm, Fisch) und eine bestimmte Stärkequelle (z. B. Reis, Kartoffeln) vorteilhafter, ebenso Unterstützung durch Verdauungspräparate. Für manche Hunde sind getreidefreie Futtermittel mit einfacher Zusammensetzung hilfreich, doch sollten sie immer nach Beobachtung der Reaktion des Hundes und bei ernsthaften Problemen in Absprache mit dem Tierarzt gewählt werden.

5. Woran erkennt man, dass ein Futter wirklich Super-Premium ist und nicht nur so genannt wird?
Achte auf:

- eine konkrete, transparente Zusammensetzung (klar benannte Fleisch-/Fischsorten, keine Allgemeinbegriffe),

- eine sinnvolle Analyse der Zusammensetzung und die Angabe der Übereinstimmung mit FEDIAF/AAFCO,

- die Anpassung der Produktlinien an unterschiedliche Bedürfnisse von Hunden (Welpe, aktive Hunde, sensible Hunde, ältere Hunde),

- eine transparente Kommunikation des Herstellers über Herkunft der Rohstoffe und Produktionsverfahren.


Zusammenfassung und wie geht es weiter?

Getreidefreies Super-Premium-Futter kann ein sehr nützliches Hilfsmittel in der Ernährung des Hundes sein – besonders bei empfindlichem Verdauungstrakt oder bestätigten Allergien. Es ist jedoch keine magische Lösung für jeden Hund. Die wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte, lauten:

- hat dieses Futter eine konkrete, verständliche Zusammensetzung mit überwiegendem Anteil hochwertigem tierischen Eiweiß,

- entspricht es den Vorgaben von FEDIAF/AAFCO,

- ist es auf Alter, Aktivität und Gesundheitszustand meines Hundes abgestimmt.

Ein bewusstes Lesen der Etiketten hilft, echte Qualität von aufmerksamkeitsstarker Werbung zu unterscheiden. Wenn Sie ein natürliches, getreidefreies oder getreidehaltiges Super-Premium-Futter mit transparenter Zusammensetzung suchen – basierend auf heimischen Rohstoffen, einschließlich Fischen aus polnischen Seen, und abgestimmt auf die Bedürfnisse verschiedener Hunde – lohnt sich ein Blick ins Sortiment von Bemo Karmy auf bemokarmy.pl, um das Ernährungssystem zu wählen, das am besten zu Ihrem Hund passt.

Quellen

[1] FEDIAF – Grain free pet food for cats and dogs (Fact sheet, 2025): https://europeanpetfood.org [2] FEDIAF Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs (aktuelle Ausgaben 2021–2024): https://europeanpetfood.org [3] AAFCO Dog and Cat Food Nutrient Profiles, Official Publication (Updates bis 2024): https://aafco.org [4] WSAVA Global Nutrition Toolkit, „Selecting Pet Foods” und „Interpreting Pet Food Labels”: https://wsava.org [5] Zhang et al., „Grain-Free Diets for Dogs and Cats: An Updated Review of the Current Literature”, Animals, 2025: https://www.mdpi.com [6] Czeczeńska et al., „Mineral composition of cereal and cereal-free dry dog foods”, 2020: https://www.sciencedirect.com [7] FDA, „Questions & Answers: FDA’s Investigation into Potential Link between Certain Diets and Canine Dilated Cardiomyopathy (DCM)”, Updates bis 2022: https://www.fda.gov [8] Carlson, „Alternative Diets for Dogs and Cats and the Risk of Dilated Cardiomyopathy”, 2020: https://onlinelibrary.wiley.com [9] Mornand et al., „Role of Diet as a Predisposing Factor for Dilated Cardiomyopathy in Dogs – A Narrative Review”, 2025: (veterinärmedizinische Zeitschriften, Online-Zugang) [10] Tufts Cummings School of Veterinary Medicine, Clinical Nutrition Service – Informationsmaterialien zu getreidefreien Diäten: https://vetnutrition.tufts.edu

 

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